Kieferorthopädie bei Erwachsenen

Auch wenn bei Erwachsenen bei dem Entschluss für eine kieferorthopädische Maßnahme die Ästhetik meist die Hauptrolle spielt, ist die zahnmedizinische Prävention dennoch ein wichtiger Faktor. Unerlässlich aus medizinischer Sicht ist sie, wenn ein schief stehender Zahn das Einsetzen eines notwendigen Implantats verhindert.

In der Regel finden von außen nicht sichtbare Zahnspangen häufigste Anwendung in der Kieferorthopädie bei Erwachsenen.

Funktionskieferorthopädie (FKO)

Während kieferorthopädische Apparate aktiv auf die Kieferknochen und die Zähne einwirken, geschieht dies bei FKO-Geräten nahezu passiv. Sie liegen lose im Mundraum und trainieren bei jeder Bewegung des Unterkiefers und jedem Kieferschluss die Muskulatur. Durch das Fernhalten der Lippen- und Wangenmuskulatur von Zähnen und Knochenstrukturen können beispielsweise Wachstumsreize hervorgerufen und auf diesem Weg der Versuch unternommen werden, die angestrebte Lage des Bisses durch Umstellung des muskulären Funktionsmusters zu erreichen und zu stabilisieren.

Bei grundsätzlich gleichbleibender Methodik kommen unterschiedliche Geräte zum Einsatz, je nach Diagnose und Schadbild. Im Allgemeinen wird die Funktionskieferorthopädie bei jungen PatientInnen angewandt. Da das Gerät bis zu 16 Stunden täglich im Mundraum verbleiben muss, um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen, sind die Mitarbeit der Eltern und ihre motivierende Unterstützung sehr wichtig.